Lerntherapie – die Freude am Lernen wieder entdecken!

Für Kinder und Jugendliche

Eigentlich sollte Lernen Freude bereiten. Es gibt nichts Schöneres, als seiner Neugier und seinen Interessen zu folgen, sie in Zusammenhang mit bereits Gelerntem zu bringen und sich dann für noch mehr zu interessieren.
Lernen, vor allem in der Schule, bedeutet heute für viele Kinder und Jugendliche Stress. Angst, Ärger oder Leistungsdruck kann die Lust am Lernen hemmen. Die Verbindung von Lernen mit Leistung, Noten und späterem Berufserfolg löst bei den Erwachsenen Sorge aus.

In der Lerntherapie werden die Lernenden in den Vordergrund gestellt, die Therapie befasst sich mit den Lernprozessen und den Auswirkungen auf die Persönlichkeit der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Lerntherapie verhilft zu einem positiveren Selbstwertgefühl und fördert die Persönlichkeitsentwicklung.
Lerntherapie verbindet das Lernen mit der individuellen Biografie, mit der Familiendynamik, aber auch mit den Anforderungen der Schule und der Gesellschaft. Grundlage sind Konzepte aus der humanistischen Psychologie, der Psychotherapie, der Pädagogik sowie heilpädagogische und didaktische Denk- und Handlungsmodelle. Wir machen Fähigkeiten, Strategien und Verhaltensweisen bewusst und finden gemeinsam neue Motivationen und Möglichkeiten.

Legasthenie - LRS angehen, auch in den Fremdsprachen

Hinweise auf eine Legasthenie können sein (Auszug):

  • Auslassen von Buchstaben am Wortende (sowohl beim Schreiben als auch beim Sprechen)
  • Verdrehen von Buchstaben in der Wortmitte
  • Teilweise völlig unleserlich geschriebene Worte (der Schüler selbst konnte sie nicht lesen)
  • Sehr angeregte Phantasie (gute Ideen für einen Aufsatz – die jedoch nicht zu Papier gebracht werden konnten)
  • Überwiegend Schwierigkeiten mit harten und weichen Konsonanten
  • Teilweise unsaubere Aussprache
  • Unfähigkeit, die Reihenfolge der Buchstaben herauszuhören
  • Keine Sinnentnahme beim Lesen eines Textes
  • Perfektes Auswendiglernen von Texten.
  • Probleme mit Groß- und Kleinschreibung

Viele Schulkinder schaffen es dank ihrer guten Intelligenz, ihre Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) lange Zeit zu kaschieren. Dies geht so lange gut, bis der Informationsfluss zu gross wird. In der Therapie werden gezielt diejenigen Bereiche trainiert, die das Kind oder die Jugendliche im sprachlichen Bereich konkret scheitern lassen. In Zusammenarbeit mit der abklärenden Stelle, meist dem schulpsychologischen Dienst (SPD), der Schule und den Eltern werden Techniken und Strategien vermittelt, die dem Kind das Erlernen der Sprache, auch einer Fremdsprache, erleichtern sollen.

Dyskalkulie - in Mathematik wieder Freude und Erfolg haben

Dyskalkulie, eine langandauernde Rechenschwäche, zeigt sich in einem grundlegend unzureichenden Verständnis für Zahlen, Mengen, Grössen (Sorten wie cm – m – km)und mathematischen Operationen. Das gleiche Problem wie bei der LRS tut sich auf: ein intelligentes Kind kann den im Mathematikunterricht gemachten Anforderungen nicht (mehr) gerecht werden. Der Dyskalkulie liegt, wie teilweise der LRS, eine veränderte Sinneswahrnehmung zugrunde, die aus dem sonstigen Entwicklungsstand des Kindes ausbrechen. Wahrnehmungen wie die Optik, das Raum- und Zeitgefühl oder Mengen und Distanzen sind betroffen. Daraus folgen Probleme mit Zahlenräumen, Abfolgen oder Unterscheidungen von mehr und weniger.
In der Dyskalkulietherapie trainiert das Kind Techniken und Strategien zum Erwerb von Zahlenraum- Vorstellungen und grundlegenden Rechenvorgängen. In mehr als der Hälfte der Fälle sind Kinder und Jugendliche mit Teilleistungsschwächen in Sprache und Mathematik beeinträchtigt.